Schnittanalyse & Folgenplaner
Messen Sie, wie oft ein Referenzvideo schneidet, und teilen Sie Ihr Skript anschließend in eine Serie kurzer Folgen im selben Rhythmus auf. Die Datei verlässt Ihr Gerät nicht, und es wird keine KI aufgerufen – dieselbe Eingabe liefert immer dasselbe Ergebnis.
MP4 · MOV · WebM – Ihre Datei wird nicht hochgeladen, sondern nur auf diesem Gerät ausgewertet. Ohne Anmeldung, ohne Begrenzung.
Folgenplan erstellen
Geben Sie Thema und Skript ein und Sie erhalten die Zahl der Folgen sowie für jede Folge Hook, Beats und ein Feld für den Ausblick auf die nächste Folge. Haben Sie oben ein Video ausgewertet, können Sie dessen Schnittrhythmus direkt übernehmen.
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So funktionieren Schnittanalyse und Folgenplaner
- Klicken Sie auf „Videodatei auswählen“ und wählen Sie ein Referenzvideo. Die Auswertung beginnt sofort und listet jede Einstellung mit Start, Ende, Länge und Vorschaubild auf.
- Werden zu viele oder zu wenige Schnitte gefunden, verschieben Sie den Regler „Schnitt-Empfindlichkeit“. Bei einem niedrigeren Wert zählen schon kleinere Bildwechsel als Schnitt.
- Mit „Diesen Rhythmus in den Folgenplan übernehmen“ wandern die durchschnittliche Einstellungslänge und die Länge der ersten Einstellung in den Planer darunter.
- Fügen Sie Thema und Skript (oder Handlung) der Serie ein und klicken Sie auf „Plan erstellen“. Das Ergebnis lässt sich als Markdown, CSV oder JSON mitnehmen.
Was die Zahlen bedeuten
Die durchschnittliche Einstellungslänge (ASL, average shot length) ist die Laufzeit geteilt durch die Zahl der Einstellungen – das Standardmaß der Filmforschung für das Schnitttempo. Eine Untersuchung von 160 Hollywoodfilmen aus den Jahren 1935 bis 2010 ergab, dass die ASL von etwa 10 Sekunden in den 1930er- und 1940er-Jahren auf unter 4 Sekunden nach 2000 gesunken ist (Cutting u. a., „Quicker, faster, darker“, i-Perception, 2011). Hochkant-Kurzvideos sind oft deutlich enger geschnitten; am meisten erfahren Sie daher, wenn Sie ein Video des Kanals messen, von dem Sie lernen möchten.
- Der Median ist der mittlere Wert, wenn man die Einstellungslängen der Größe nach ordnet. Zieht eine einzelne lange Einstellung den Durchschnitt nach oben, liegt der Median näher am gefühlten Tempo.
- Schnitte pro Minute gibt an, wie oft das Bild in einer Minute wechselt. Bei durchschnittlich 2 Sekunden pro Einstellung sind es etwa 30.
- Die erste Einstellung (Hook-Länge) ist die Zeit vom Beginn bis zum ersten Bildwechsel – also wie lange das Eröffnungsbild steht, das die Zuschauer halten soll.
- Das Tempo ordnet die durchschnittliche Einstellungslänge in vier Stufen ein: über 10 s ruhig, 5–10 s gleichmäßig und erklärend, 2–5 s dynamisch im Social-Media-Stil, höchstens 2 s sehr schnell. Die Grenzen entsprechen der Referenzvideo-Analyse von OpenMontage, einem Open-Source-System für die Videoproduktion.
- Stille über 1 s sind Abschnitte, in denen der Pegel länger als eine Sekunde unter −40 dBFS bleibt. So finden Sie Lücken im Sprechertext.
Wie Schnitte erkannt werden – und wo die Grenzen liegen
Das Video wird alle 0,1 Sekunden abgetastet. Jedes Bild wird auf 64×36 Pixel verkleinert und auf einer Skala von 0 bis 255 mit dem vorherigen verglichen. Liegt der Unterschied über dem Schwellenwert (Standard: 27) und beim mindestens Dreifachen des Durchschnitts der benachbarten Messwerte, gilt die Stelle als Schnitt; anschließend wird der Zeitpunkt auf 0,01 Sekunden genau eingegrenzt. Der Schwellenwert 27 und der Faktor drei folgen den Standardwerten des Open-Source-Programms PySceneDetect. Überblendungen sowie Auf- und Abblenden verändern das Bild zwischen zwei Messungen zu wenig und können übersehen werden; Stroboskoplicht oder eine bildfüllende Einblendung können als Schnitt gezählt werden. Bei Videos über vier Minuten ist die Zahl der Messungen auf 2.400 begrenzt, der Abtastabstand wird entsprechend größer.
So wird der Folgenplan aufgeteilt
Der Plan wird nach festen Regeln berechnet, nicht von einer KI geschrieben. Der Umfang des Skripts geteilt durch das Sprechtempo ergibt die Gesamtdauer, diese geteilt durch die Ziellänge die Zahl der Folgen. Getrennt wird an den Satzenden, bei denen die Folgen am gleichmäßigsten ausfallen – nie mitten im Satz.
- Aufbau: Der erste Satz wird zum Hook, der letzte zur Auflösung, alles dazwischen verteilt sich auf Kontext und drei Beats. Jede Folge hat ein leeres Feld „Ausblick auf die nächste Folge“; die letzte erinnert daran, die Frage aus Folge 1 zu beantworten.
- Zeiteinteilung: Der Hook bekommt die eingestellte Hook-Länge (Standard: 3 Sekunden), die Auflösung die letzten 20 %, der Kontext 13 %, den Rest teilen sich die drei Beats.
- Zahl der Einstellungen: Länge der Folge geteilt durch die durchschnittliche Einstellungslänge. Eine Folge von 60 Sekunden mit 2,5 Sekunden pro Einstellung braucht 24 Einstellungen – ein Anhaltspunkt dafür, wie viel Material Sie vorbereiten müssen.
- Sprechtempo: Der Startwert von 150 Wörtern pro Minute stammt aus dem Kurzvideo-Leitfaden von OpenMontage, der für englische Texte 125–150 Wörter für 60 Sekunden nennt. Deutsche Wörter sind im Schnitt länger; lesen Sie deshalb einen Teil Ihres Skripts 30 Sekunden lang laut vor und tragen Sie das Doppelte der geschafften Wortzahl ein.
Die Ziellänge wählen
YouTube stuft quadratische oder hochformatige Videos mit bis zu drei Minuten Länge, die nach dem 15. Oktober 2024 hochgeladen wurden, als Shorts ein (YouTube-Hilfe, abgerufen am 9. Oktober 2026). Die Längengrenzen anderer Plattformen ändern sich häufig – prüfen Sie sie vor dem Veröffentlichen in der jeweiligen App. Meldet der Plan, dass eine Folge über dem Ziel liegt, kürzen Sie Sätze oder erhöhen Sie die Zahl der Folgen.
Soll eine KI die Aufteilung nachschärfen, kopieren Sie die Prompts unter dem Plan. Die vollständige Reihe – von der Themensuche über die Quellenprüfung bis zu Skript und Checkliste vor der Veröffentlichung – finden Sie auf promptsorted.com. Um einen Abschnitt aus einem Referenzvideo herauszulösen, nutzen Sie Video schneiden; für das Hochformat Format ändern.
Häufige Fragen
Wie werden Schnitte erkannt?
Das Video wird alle 0,1 Sekunden abgetastet und jedes Bild mit dem vorherigen verglichen. Liegt der Unterschied über dem Schwellenwert (Standard: 27) und mindestens beim Dreifachen des Durchschnitts ringsum, gilt die Stelle als Schnitt. Das ist dasselbe Prinzip wie beim Open-Source-Programm PySceneDetect.
Wird mein Video hochgeladen?
Nein. Die Analyse läuft vollständig im Browser, die Datei verlässt Ihr Gerät nicht.
Es werden Schnitte übersehen oder zu viele gefunden.
Weiche Übergänge wie Überblendungen und Auf- oder Abblenden können übersehen werden. Mit einem niedrigeren Wert am Regler werden mehr, mit einem höheren weniger Schnitte gefunden.
Schreibt eine KI den Folgenplan?
Nein. Er folgt festen Regeln: Das Skript wird an Satzenden so geteilt, dass die Folgen etwa gleich lang sind; danach werden Hook, Kontext, drei Beats, Auflösung und der Ausblick auf die nächste Folge eingetragen. Wer eine KI nachschärfen lassen möchte, findet fertige Prompts zum Kopieren.
Funktioniert das auch mit langen Videos?
Ja, allerdings wird der Abtastabstand ab vier Minuten größer als 0,1 Sekunden, sodass sehr kurze Einstellungen übersehen werden können. Am besten eignet sich das Tool für Videos in Shorts- oder Reels-Länge.